Holzkette Schwarzwald e.V. Wir über uns

Über die Holzkette

Die Holzkette Schwarzwald e.V. ist ein Zusammenschluß aus Vertretern der Gemeinden, Forst- und Holzwirtschaft, Handwerks- , Gewerbebetrieben, Dienstleistungsunternehmen und Privatpersonen. Deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit über die verschiedenen Produktionsstufen vom Waldbesitzer über den Holzverarbeiter bis hin zum Endverbraucher zu fördern, um dadurch den Holzsektor im allgemeinen, insbesonders im Schwarzwald zu stärken. Der Verein hat ca. 200 Mitglieder, davon 14 Gemeinden (Bonndorf, Breitnau, Eisenbach, Feldberg, Freiburg, Friedenweiler, Glottertal, Hinterzarten, Lenzkirch, Löffingen, Titisee-Neustadt, St. Märgen, St. Peter und Schluchsee.)
Der Verein wurde aufgrund der Ergebnisse der EURES-Studie "Standortinitiative Hochschwarzwald", die die Gemeinden Löffingen, Lenzkirch und Titisee-Neustadt 1996 in Auftrag gegeben hatten, ins Leben gerufen.

So stellt die Studie insbesonders die große Bedeutung des Holzsektors für den regionalen Arbeitsmarkt im Hochschwarzwald heraus (24 % der Arbeitskräfte im Hochschwarzwald sind vom Holz abhängig!), macht aber gleichzeitig darauf aufmerksam, daß sich dies nicht in seiner Außendarstellung widerspiegeltegelt

Folgende Gründe werden hierfür genannt:
  • Holz als Werkstoff verliert in der Region an Bedeutung
  • Mangelnde Koordination und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Branchen im Holzsektor
  • Es herrscht insgesamt ein Nachwuchsmangel sowie eine zu geringe Innovationsbereitschaft in den holzbe- und -verarbeitenden Betrieben
Daneben sehen wir weitere Gefahren für die regionale Holzwirtschaft:
  • Zu befürchten ist, daß sich der in der Region schon seit einigen Jahren einsetzende Arbeitsplatzabbau im Holzsektor durch die genannte Mängel in Zukunft noch verschärfen wird
  • Abläufe vom Holz zum Endprodukt sind zu kompliziert, ökonomische und ökologische Zusammenhänge sind für den Verbraucher oft schwer vorstellbar
  • Andere Baustoffe werden mit hohem finanziellen Einsatz weiterentwickelt und den Bedürfnissen immer besser angepaßt, oft mit Beteiligung der Wissenschaft
  • Der Konkurrenzkampf zwischen Holz und anderen Baustoffen wird mit der Integration in Europa und der fortschreitenden Globalisierung der Märkte immer schärfer
Die Gemeinden, die die EURES-Studie in Auftrag gegeben hatten luden öffentlich zu einer Gesprächsrunde ein, zu der zahlreiche Vertreter aus der gesamten Holzbranche und verwandter Bereiche teilnahmen. In einer offenen Diskussion wurde die Wichtigkeit eines Zusammenschlusses, ähnlich eines bereits existierenden Vereins in der Schweiz, der „Appenzeller Holzkette“, herausgestellt und die Gründung eines Vereins beschlossen. Die städtische Forstverwaltung von Titisee- Neustadt wurde mit dem Entwurf einer Vereinssatzung beauftragt. Weitere Treffen der Gesprächsrunde führten dann am 23. Mai 1997 zur Gründung des Vereins „Holzkette Schwarzwald e.V.“ Um den in der Eures-Studie herausgestellten möglichen negativen Entwicklungen in der Holzbranche entgegen zu wirken, wurden in der Satzung die Ziele des Vereins festgelegt.

Ziele

Sägewerk Schwarzwald
Sägewerk im Schwarzwald
Dieser negativen Entwicklung will der Verein entgegenwirken. Ziel ist es daher, die Zusammenarbeit über die verschiedenen Produktionsstufen vom Waldbesitzer über den Holzverarbeiter bis hin zum Endverbraucher zu fördern um dadurch den Holzsektor im Schwarzwald insgesamt zu stärken. Der Verein sieht seine wichtigsten Aufgaben vor allem darin Maßnahmen zu fördern, durch die Holz aus dem Schwarzwald möglichst viel verwendet wird, die regionale Bedarfsdeckung an Holz durch die Zusammenführung von Forst- und Holzbetrieben zu verbessern, ein regionales Holz-Marketingkonzept zu entwickeln, den Standort für holzbe- und -verarbeitende Betriebe zu sichern, junge Leute für Wald und Holz zu begeistern, ständig für die Holzberufe und deren Ausbildung zu werben, die verstärkte Nutzung von Holz als Energieträger zu fördern, Bundes- bzw. landesweite Holzwerbung regional zu unterstützen sowie Kontakt zu gleichartigen Institutionen im In- und Ausland zu pflegen.

Die Umsetzung dieser Aufgaben soll Schritt für Schritt in Form von Aktionen, Präsentationen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Seminaren und Presseinformationen verwirklicht werden.
Die Arbeit des Vereins wird überwiegend durch den Vorstand und den Beirat übernommen. Letzterer setzt sich aus fachkompetenten Vertreter der verschiedenen Holzbereiche (Forstwirtschaft, Sägeindustrie, Holzwerbung, Zimmerer, Schreiner, Berufsschulen sowie Planer und Architekten) zusammen. Die Beiratsmitglieder übernehmen nach außen hin entsprechend ihres Fachbereiches spezielle Beratungs- und Informationsaufgaben.
Nach innen unterstützen sie den Vorstand bei wichtigen Planungen und Entscheidungen und stellen das Verbindungsglied zwischen dem Vorstand und den je nach Fachrichtung in der Holzkette vertretenen Mitgliedern dar.

Entwicklung

Nach mehr als 20 Jahren, hat die Holzkette Schwarzwald e.V. ihre Daseinsberechtigung auch heute nicht verloren. Noch immer wird Holz als wichtiger Roh-, Bau- und Werkstoff nicht in vollem Umfang seinen Fähigkeiten gerecht werdend genutzt. Holz ist einer der bedeutsamsten Roh-, Bau- und Werkstoffe, der nicht nur umweltfreundlich dauerhaft nachwächst, sondern bei nachhaltiger Nutzung den Erhalt unserer Wälder sichert und dessen Nutzung auch einen ganz besonderen Beitrag zum Schutz unseres weltweiten Klimas darstellt.
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